Update am 10.05.2020: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Kuba

Aktuell meldet Kuba 1.754 Corona-Fälle, 1.140 Genesene und 74 Todesfälle. Damit sind die Zahlen nach wie vor auf einem niedrigen Niveau.

Update am 29.03.2020: Kuba unterstützt Andorra in Corona-Krise

Kuba schickt derzeit 39 Ärzte und Pfleger nach Andorra, um die Menschen im Kampf gegen Corona zu unterstützen. Damit führt Kuba seinen Kurs im Kampf gegen Corona fort. Bisher entsendete das Land 508 Ärzte und Krankenpfleger nach Europa und Lateinamerika, unter anderem auch nach Italien. Es sei aber angemerkt, dass diese Unterstützung auch einen wirtschaftlichen Hintergrund hat: Im Jahr 2018 erwirtschaftete Kuba mit dem Export medizinischer Dienstleistungen 6,3 Milliarden US-Dollar.

22.03.2020: Havanna hat seinen ersten Corona-Fall zu beklagen. Es handelt sich dabei um einen 63 Jahre alten Mann, der aus Spanien zurückgekehrt ist und positiv auf Corona getestet wurde. Am vergangenen Dienstag wurden zwei weitere Fälle registriert, die Gesamtzahl der Infizierten beträgt mittlerweise 21. Drei italienische Kuba-Urlauber wurden indes positiv auf Corona getestet. Sie kamen aus der Lombardei und befinden sich nun am Institut für Tropenmedizin „Pedro Kourí“ in Quarantäne. Zum Schutz werden in Kuba immer häufiger Temperaturmessungen durchgeführt.

tippsSchon seit Jahrzehnten war die Beziehung zwischen den USA und Kuba nicht mehr so gut wie im Moment. In Panama trafen Obama und Castro aufeinander und gaben sich die Hand – ein erstes Zeichen einer leichten Annäherung. Zudem sprachen die beiden Staatschefs mehr als eine Stunde miteinander. Auch wenn bei dem Treffen die Symbolik und nicht konkrete Maßnahmen im Vordergrund standen, machten die beiden Staaten einen wichtigen Schritt zu einer Intensivierung der politischen Beziehungen. Ein Ende des Embargos ist aber erst einmal nicht in Sicht.

Dennoch: die politische Beziehung zwischen Kuba und den USA war Jahrzehnte lang von Kälte und Skepsis geprägt. Kleinere Lockerungen, wie die Möglichkeit einer direkten Telefonverbindung zwischen den USA und Kuba, zeigen, dass sich beiden Staaten langsam aufeinander zu bewegen. Die Annäherung gestaltet sich jedoch nicht einfach und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch ist ein erster wichtiger Schritt mit dem Treffen in Panama getan worden.

Billiger TelefonierenUSA und Kuba bewegen sich sukzessive aufeinander zu. Nach 15 Jahren Funkstille ist es wieder möglich, direkt von den USA nach Kuba zu telefonieren. Die US-Regierung hat das Handelsembargo gelockert und es Telekommunikationsfirmen gestattet, Geschäfte mit Kuba zu machen. Das kubanische Unternehmen ETECSA arbeitet mit dem amerikanischen Anbieter IDT zusammen, sodass Telefongespräche zwischen den beiden Staaten merklich günstiger werden könnten.

Die Telefongespräche zwischen den USA und Kuba wurden immer wieder unterbrochen, bevor sie 1999 völlig gekappt wurden. Den Menschen blieb nur der Umweg über ein Drittland, was meist sehr teuer war. Bereits seit Jahren bewegen sich Kuba und USA immer mehr aufeinander zu, auch wenn die Fortschritte langsam voranschreiten.

billiger TelefonierenSeit wenigen Wochen können Kubaner billiger mit ihren Verwandten in den USA telefonieren. Der Staatsrat hob die Sondersteuer in Höhe von zehn Prozent auf, die vor zwölf Jahren vom damaligen Staatschef Fidel Castro verhängt wurde.

Die meisten Kubaner haben Angehörige im Ausland, mit denen sie regelmäßig Kontakt halten. Zwar ist das Telefonieren zwischen Kuba und den USA noch immer nicht billig, durch den Wegfall der Sondersteuer kommt man den Bewohnern des Karibik-Staates jedoch ein Stück entgegen. Besonders viele Exil-Kubaner leben in Florida, das nur rund 200 Kilometer von Kuba entfernt liegt. Diese Menschen haben Kuba mit dem Wunsch auf bessere Lebensbedingungen verlassen.

Am letzten Wochenende tagte in Havanna der „Kongress der Vereinigung für Kleinbauern“, bei dem sich rund 1.000 Delegierte aus ganz Kuba zusammenfanden und über die Zukunft der kubanischen Bauern diskutierten. Ziel ist es, Importe aus dem Ausland zu reduzieren, um große Summen an Geld einsparen zu können.

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